Chronik der Freiwillige Feuerwehr Reutersbrunn

Unter dem Wahlspruch "Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr" fanden sich im Jahre 1876 auch in Reutersbrunn Männer, die bereit waren, der Allgemeinheit zu dienen. Leider ist aus der Anfangszeit der Freiwilligen Feuerwehr Reutersbrunn wenig bekannt. Wir kennen weder den Namen der ersten Kommandanten, noch wissen wir, wie die Gründungsmitglieder hießen. Ausgerüstet war die Wehr mit einer Handdruckspritze, die aus Leineneimern mit Wasser gefüllt wurde. Die Eimer fanden sich im Besitz eines jeden Wehrmanns und waren mit dessen Namen gekennzeichnet.

Als im Jahr 1896 die Wasserleitung gebaut wurde, sorgte der damalige Kommandant Johann Kaiser dafür, dass im Ort drei Hydranten aufgestellt wurden. Die Versorgung der Spritze mit Löschwasser wurde dadurch wesentlich erleichtert.

Den ersten Einsatz führte die Feuerwehr im Jahre 1925 durch, als es im Anwesen Nr. 14 zu einem Brand gekommen war. Weitere Einsätze erfolgten 1927 und 1935 in Eichelberg, 1961 in Heubach (Hochwasser), 1970 wieder in Eichelberg, 1972 (Hochwasser) und 1975 (Brand) in Heubach.Nach dem zweiten Weltkrieg erwuchsen der Feuerwehr zwei schwierige Probleme:                                                                                                                                                                  

Die Löschwasserversorgung und auch die technische Ausrüstung genügten nicht mehr den Anforderungen der Zeit. So begann man zunächst im Jahr 1953 einen großen Löschteich an der Westseite des Dorfes anzulegen. 1958 konnte auch das zweite Problem gelöst werden: Ein neuer Anhänger mit einer T/S8-Motorspritze wurde angeschafft, dazu die nötigen Schläuche, Kleingeräte und Uniformen.

Intensiv wurden nun die Wehrmänner in der Handhabung des Gerätes ausgebildet, damit sie im Ernstfall ihren Mann stehen können. Sichtbarer Beweis für den Übungsfleiß der Wehr sind die abgelegten Leistungsprüfungen. Die Aktiven der Jubelfeuerwehr haben alle Leistungsabzeichen von bronze bis zur Endstufe rot/gold abgelegt.

Schon bald zeigte sich, dass es immer schwieriger wurde, das umfangreiche Gerät in den bescheidenen Schuppen am Rande des Löschteiches unterzubringen. Gelöst wurde das Problem im Jahr 1973, als die freiwillige Feuerwehr in Eigenleistung und mit Unterstützung der Stadt Ebern ein neues Gerätehaus errichtete, das am 23. September eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben werden konnte. Um die Mobilität der Wehr zu erhöhen, wurde im Frühjahr 1974 ein VW-Bus zum Transport des Geräts angeschafft.

Auch die Alarmierung der Wehr wurde auf einen modernen Stand gebracht. Die älteren Bürger erinnern sich noch gut daran, wie Früher Oswald Schmitt mit mächtigen Trompetenstößen die Wehrmänner zur Löschübung rief. Seit 1974 übernimmt dies eine, von Hand oder von Funk ausgelöste Sirene, die auf dem Schulhaus angebracht ist.

Zwei Ereignisse in der Geschichte der Freiwiligen Feuerwehr Reutersbrunn verdienen noch einer besonderen Erwähnung :

Am 24. Juli 1966 konnte die Wehr unter der Schimherrschaft des damaligen Eberner Bürgermeisters Hans Merkel ihr 90-jähriges Gründungsfest feiern. An diesem Tag wurde auch die neue Fahne geweiht, die seitdem die Reutersbrunner Wehr bei Festen und Feiern begleitet.

Zehn Jahre später, am 27.Juni 1976, feierte Reutersbrunn unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Rolf Feulner den 100. Geburtstag seiner Freiwilligen Feuerwehr. Gerne erinnern wir uns noch an die eindrucksvolle Schauübung, den langen Festzug und die gemütlichen Stunden im Festzelt.

 An ihrem 110. Geburtstag, ist die Freiwillige Feuerwehr Reutersbrunn unter ihrem Kommandanten HIlmar Becht eine mit Uniformen und Gerät gut ausgestattete Wehr, die durch  die hervorragende Ausbildung ihrer Männer stets für den Ernstfall gerüstet ist. Eine neue Motorspritze ( Ziegler )  wurde 1993 durch die Stadt Ebern an die Reutersbrunner Feuerwehr übergeben. Seit 2006 führen Winfried Walz 1 Kommandant und Kollmer Stefan als 2  Kommandant die FFW Reutersbrunn . 2007 wurde ein neues Fahrzeug TSF- Tragspritzenfahrzeug Mercedes-Benz Rufname Florian 44/1 angeschaft.

 

             Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr            Reutersbrunn: 

                      1893 - 1912     Johann Kaiser

                      1912 - 1918     Anton Ebert

                      1918 - 1825     Georg Schmitt

                     1925 - 1930     Konrad Reuß

                     1930 - 1946     Georg Ebert     

                     1946 -1952      Egon Schmitt

                     1952 - 1962     Ludwig Steinmetz

                     1962 - 1977     Leo Winkelmann

                    1977 - 1982     Friedrich Hümmer

                    1982 - 1992      Hilmar Becht

                    1992-   1998     Robert Quicksall 

                    1999- 2006      Frank Buschbeck

                    2006-              Winfried Walz

                  Ausrüstung der FFW Reutersbrunn

                 1876-   Handdruckspritze

                1953-   Löschteich wurde angeleg                                                     t

                1958-   T/S8-Motorspritze wurde angeschaft

                1973-   Gerätehaus wurde errichtet

                1974 -  VW Bus Transporter wurde angeschafft           

                             TSA Hänger

                1974-   Sirene auf den Schulhaus angebracht

                1993-    Motorspritze  Ziegler  

                2005-   Trockenturm errichtet / Feuerlöschteich saniert

                2007-   TSF Tragspritzenfahrzeug Mercedes-Benz

                             

                   Bilder aus der Chronik     

                       TS 8/8 Baujahr 1958 Hersteller VW                                             

          

                                Fahnenweihe 24. 6. 19                    

                    

                                            

 

 

 

                            

 

 

 


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